250 Jahre Musikverlag und Musikhaus André

Register

Das Register verzeichnet alle Einträge dieser Seite, dazu die Familie André, weitere Personen und Begriffe. Rund 17 000 der insgesamt rund 18 000 Verlagstitel lassen sich in der Archivdatenbank des Musikhauses André (öffnet in einem neuen Fenster) durchsuchen – nach Titel, Komponist, Opus oder Verlagsnummer.

Weiter unten: Die Familie AndréWeitere PersonenBegriffe

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Abbildung
Familienbibel von 1588Objekte Objekte 1588
Die Flucht der Familie André/HeraudTexte Texte 1687
Firmengründung Notenfabrique AndréObjekte Objekte 1774
Mit Gott!Texte Texte 1774
Erstmals eine Komponistin im ProgrammNoten Noten 1776
Erster VerlagskatalogObjekte Objekte 1787
Mozart besucht die Notenfabrique AndréObjekte Objekte 1790
Erste Mozart-OriginalausgabenNoten Noten 1792–98
Nutzungsrechte an der LithographietechnikObjekte Objekte 1799
Der Mann, der Mozart nach Offenbach brachteTexte Texte 1799
Erster lithographischer NotendruckNoten Noten 1800
Erwerb von 273 Mozart-NotenhandschriftenObjekte Objekte 1800
Erste lithographierte Mozart-ErstausgabeNoten Noten 1800
Herstellung und Ausstattung der NotendruckeTexte Texte 1800
Mozart und AndréGeschichten Geschichten 1802
BriefkopierbücherObjekte Objekte 1804
NetzwerkeTexte Texte 1805
DirigierbuchstabenNoten Noten 1805
Journalbuch der Firma Johann AndréObjekte Objekte 1809–21
Weber: Grande Symphonie No. 1Noten Noten 1810
Eine kleine NachtmusikNoten Noten 1827
Die Frankfurter Filiale C. A. AndréFotos Fotos 1828
Lehrbuch der TonsetzkunstObjekte Objekte 1832
Katalog der Mozart-BeständeObjekte Objekte 1841
Briefwechsel mit Carl CzernyObjekte Objekte 1849
Das Andrésche Mozart-BildnisObjekte Objekte 1849
Komponistenporträts aus dem Verlag AndréObjekte Objekte um 1850
Klavierproduktion „Mozart-Flügel“Objekte Objekte 1853
Opernbearbeitungen „Abendsterne“Noten Noten 1853–56
Aufteilung des Mozart-NachlassesObjekte Objekte 1854
Carl August André: Der ClavierbauObjekte Objekte 1855
Von Aufbruch, Verlust und AnkommenGeschichten Geschichten 1687
Köchel-VerzeichnisObjekte Objekte 1862
Souvenir de NauheimNoten Noten um 1863
Mendelssohn: KonzertstückeNoten Noten 1869
Musikzeitschrift „Harmonie“Objekte Objekte 1874–78
Stammbaum der Familie AndréObjekte Objekte 1891
Haupt-Katalog des Musikalien-VerlagsObjekte Objekte 1900
Klavierlieferungen per LastwagenObjekte Objekte 1900
Eigene Verlagsausgaben in FrankfurtNoten Noten 1905–09
Die Spätzeit des VerlagsTexte Texte 1909
Ludwig Andrés KompositionenNoten Noten 1910
Standorte des VerlagsFotos Fotos 1923
Kulturzeitschrift „Deutsche Kunstschau“Objekte Objekte 1924–25
VerlagsgründungGeschichten Geschichten 1774
Zeitgeist und LokalkoloritNoten Noten 1928
Maria Stuart ist die Offenbacher SalomeTexte Texte 1929
Kunden und Belegschaft in FrankfurtFotos Fotos 1930
Acht GenerationenFotos Fotos 1951
Zur Geschichte der Familie AndréObjekte Objekte 1963
Beginn der wissenschaftlichen ArchivarbeitFotos Fotos 1972
Fender Rhodes Mark 1Objekte Objekte 1973
200 Jahre Musikverlag Johann AndréFotos Fotos 1974
Fund historischer SteindruckplattenObjekte Objekte 1989
Musik­wissenschaftliche Forschung im ArchivFotos Fotos 1995
225 Jahre Musikverlag Johann AndréObjekte Objekte 1999
Ausstellung über Mozart und AndréFotos Fotos 2006
Musik und Musiker am Mittelrhein 2Texte Texte 2018
Das VerlagsprogrammTexte Texte 2020
Die achte Generation tritt ins Unternehmen einFotos Fotos 2021
Im Gespräch mit turbo typeTexte Texte 2024
Im Gespräch mit Moritz AndréTexte Texte 2024
Im Dornröschen­stockwerkFotos Fotos 2024
Ich, Johann AntonGeschichten Geschichten 2024
Was macht eigentlich ein Musikverlag?Texte Texte 2024
250 Jahre Musikverlag Johann AndréObjekte Objekte 2024
Eröffnung am 5. JuliFotos Fotos 2024
Performance von Moritz AndréVideos Videos 2024
24 Titel aus rund 18 000Fotos Fotos 2024
Von Offenbach nach Europa und in die ganze WeltObjekte Objekte 2024
Lieblingsobjekt von Ralph Philipp ZieglerVideos Videos 2024
Lieblingsobjekt von Astrid JägerVideos Videos 2024
Lieblingsobjekt von Simon MalzVideos Videos 2024
Lieblingsobjekt von Hans‑Jörg AndréVideos Videos 2024
Lieblingsobjekt von Moritz AndréVideos Videos 2024
Rundgang durch die AusstellungVideos Videos 2024
Das Festjahr 2024Texte Texte 2024
Zeitleiste in der DauerausstellungFotos Fotos 2026
Literatur zum Verlag AndréTexte Texte 2026

Die Familie André

Seit 1774 führt die Familie André das Unter­nehmen, heute in achter Generation.

Gilles André
Flieht 1687 als Glaubens­flüchtling aus Südfrank­reich über Genf ins Rhein-Main-Gebiet und lässt sich 1709 mit seiner Familie in Offenbach nieder. Mit ihm beginnt der Stammbaum der Familie. Einträge: Familien­bibel von 1588Von Aufbruch, Verlust und AnkommenDie Flucht der Familie André/HeraudStammbaum der Familie André
Marc André (1705–⁠1751)
Vater des Verlags­gründers. Nach seinem frühen Tod übernimmt sein ältester Sohn Johann die Seiden­fabrik. Eintrag: Acht Generationen
Johann André (1741–⁠1799)
Gründet am 1. August 1774 die Noten­fab­rique André und leitet sie bis zu seinem Tod. Er komponiert auch selbst: „Die Weiber von Weinsberg“ wird 1800 der erste litho­graphische Noten­druck des Hauses. Einträge: Firmen­gründung Noten­fab­rique AndréMit Gott!Verlags­gründungMozart besucht die Noten­fab­rique AndréErster litho­graphischer Noten­druck
Johann Anton André (1775–⁠1842)
Übernimmt 1799 mit 24 Jahren den Verlag und leitet ihn bis 1840. Noch im selben Jahr kauft er Mozarts Nachlass und erwirbt die Nutzungs­rechte am Stein­druck. Einträge: Der Mann, der Mozart nach Offenbach brachteIch, Johann AntonMozart und AndréNutzungs­rechte an der Litho­graphie­technikLehrbuch der Tonsetz­kunst
Carl August André (1806–⁠1887)
Ein Sohn Johann Antons. Eröffnet 1828 in Frankfurt die Musikalien­handlung C. A. André und leitet sie bis 1864; ab 1853 baut die Firma eigene Klaviere. Einträge: Die Frankfurter Filiale C. A. AndréKlavier­pro­duktion „Mozart-Flügel“Carl August André: Der Clavierbau
Johann August André (1817–⁠1887)
Leitet das Unter­nehmen von 1840 bis 1880. Eintrag: Acht Generationen
Carl André (1853–⁠1914) und Gustav Adolf André (1855–⁠1910)
Leiten das Unter­nehmen gemeinsam von 1880 bis 1910. Eintrag: Acht Generationen
Aurelie André (1858–⁠1950)
Die Witwe Gustav Adolfs übernimmt 1910 die Leitung, ab 1914 gemeinsam mit Elisabeth André, bis 1923. Einträge: Acht GenerationenFrauen im Hause André
Elisabeth André (1859–⁠1924)
Die Witwe Carls leitet das Unter­nehmen ab 1914 gemeinsam mit Aurelie André bis 1923. Einträge: Acht GenerationenFrauen im Hause André
Hans André (Johann Carl August, 1889–⁠1951)
Übernimmt 1923 die Firma und leitet sie bis 1951. Der Verlag zieht in das Haus Frankfurter Straße 28, in dem das Musikhaus André bis heute ist. Einträge: Standorte des VerlagsAcht Generationen
Friederike André (1901–⁠1971)
Die Witwe von Hans André leitet die Firma von 1951 bis 1971 gemeinsam mit seiner Schwester Elfriede. Einträge: Acht GenerationenFrauen im Hause André
Elfriede André
Die Schwester von Hans André ist von 1951 bis 1992 in der Leitung, zuerst mit Friederike, ab 1971 mit ihrer Nichte Ute-Margrit André. Eintrag: Frauen im Hause André
August Hermann André
Veröffentlicht 1963 „Zur Geschichte der Familie André“. Eintrag: Zur Geschichte der Familie André
Ute-Margrit André (1927–⁠2004)
Leitet die Firma von 1971 bis 1992 mit ihrer Tante Elfriede und beginnt, das historische Verlags­archiv für die Musik­wissenschaft auszu­werten. Einträge: Beginn der wissenschaftlichen Archiv­arbeit225 Jahre Musik­verlag Johann André
Hans-Jörg André
Folgt 1992 seiner Mutter nach und führt das Unter­nehmen bis 2025. Einträge: Die achte Generation tritt ins Unter­nehmen einLieblingsobjekt von Hans-Jörg André
Moritz André
Die achte Generation: tritt 2021 ins Unter­nehmen ein und leitet es seit 2025. Einträge: Im Gespräch mit Moritz AndréPerformance von Moritz AndréLieblingsobjekt von Moritz André

Weitere Personen

Johann Georg Busch
Musik­lehrer und Organist in Offenbach, seit 1839 in Bingen. Er verfasst mehrere hundert Opern­bearbeitungen, darunter Wagners „Tannhäuser“ für Flöte und Gitarre. Eintrag: Opern­bearbeitungen „Abendsterne“
Carl Czerny
Komponist. Ab 1849 im Brief­wechsel mit dem Haus André, für das er einmal exklusiv die „Praktischen Finger-Uebungen“ op. 802 schreibt. Eintrag: Brief­wechsel mit Carl Czerny
Klaus Hortschansky
Musik­wissenschaftler. Beginnt 1972 die wissenschaftliche Arbeit im Verlags­archiv. Eintrag: Beginn der wissenschaftlichen Archiv­arbeit
Ludwig Ritter von Köchel
Veröffentlicht 1862 nach Recherchen im André-Archiv das Verzeichnis der Werke Mozarts, nach dem sie bis heute ihre KV-Nummern tragen. Eintrag: Köchel-Verzeichnis
Franziska Lebrun
Die erste Komponistin im Programm des Hauses André. Eintrag: Erstmals eine Komponistin im Programm
Constanze Mozart
Die Witwe des Komponisten verkauft 1799 seinen Nachlass für 3150 Gulden an Johann Anton André. Einträge: Erwerb von 273 Mozart-Noten­hand­schriftenMozart und André
Wolfgang Amadeus Mozart
Ab 1792 erscheinen Original­aus­gaben seiner Werke bei André; 1800 kommen 273 seiner eigen­händigen Handschriften nach Offenbach. Einträge: Mozart in OffenbachErste Mozart-Original­aus­gabenMozart besucht die Noten­fab­rique André
Emil Pirazzi
Offenbacher Stadt­historiker. Allein durch ihn ist Mozarts Besuch in der Noten­fab­rique 1790 überliefert. Eintrag: Mozart besucht die Noten­fab­rique André
Lili Schönemann
1758 in Frankfurt geboren. In der Geschichte zur Verlags­gründung erzählt sie, wie sie Goethe im Hause André trifft. Eintrag: Verlags­gründung
Alois Senefelder
Der Münchener Erfinder der Litho­graphie lebt ab 1799 gut zwei Jahre in Offenbach; Johann Anton André erwirbt die Nutzungs­rechte. Einträge: Nutzungs­rechte an der Litho­graphie­technikHerstellung und Ausstattung der Noten­drucke
Martha Wertheimer
Schrift­stellerin und Redakteurin der Offenbacher Zeitung. Sie schreibt den Text zu Erich Riedes Oper „Riccio“, die 1929 bei André erscheint. Eintrag: Maria Stuart ist die Offenbacher Salome

Begriffe

Kurz erklärt, mit Verweisen auf die Einträge, in denen sie vorkommen.

Autograph
Die eigen­händige Nieder­schrift eines Werks durch den Komponisten. 1799 kauft Johann Anton André 273 Mozart-Autographen; 1873 gelangen 135 davon an die Königliche Bibliothek Berlin. Einträge: Erwerb von 273 Mozart-Noten­hand­schriftenAufteilung des Mozart-Nachlasses
Bearbeitung
Ein Werk, für eine andere Besetzung einge­richtet, etwa Wagners „Tannhäuser“ für Flöte und Gitarre. Neben Original­aus­gaben und Nachdrucken bringt André eine große Menge davon heraus. Einträge: Opern­bearbeitungen „Abendsterne“Das Verlags­pro­gramm
Brief­kopierbuch
Buch, in dem die ausgehenden Briefe als Kopie festge­halten sind. Der erste Band von 1804/05 umfasst rund 1500 Schreiben an 459 Adressaten. Eintrag: Brief­kopier­bücher
Dirigier­buch­staben
Große Buchstaben über einzelnen Stellen der Noten­systeme; mit ihnen lässt sich in der Probe eine Stelle schnell benennen. Johann Anton André führt sie 1805 ein. Eintrag: Dirigier­buch­staben
Erst­ausgabe
Die erste gedruckte Ausgabe eines Werks. Mozarts „Eine kleine Nacht­musik“, komponiert 1787, erscheint erst 1827 bei André zum ersten Mal im Druck. Einträge: Eine kleine Nacht­musikErste litho­graphierte Mozart-Erst­ausgabe
Journal
Geschäftsbuch, in dem Ausgaben und Einnahmen der Reihe nach vermerkt werden. Das erste der Firma André beginnt am 1. August 1774 mit den Worten „Mit Gott!“. Einträge: Firmen­gründung Noten­fab­rique AndréJournalbuch der Firma Johann AndréMit Gott!
Köchel-Verzeichnis (KV)
Das Verzeichnis der Werke Mozarts, 1862 von Ludwig Ritter von Köchel nach Recherchen im André-Archiv veröffentlicht und bis heute fortge­schrieben. Nach ihm tragen Mozarts Werke ihre Nummern, „Eine kleine Nacht­musik“ etwa KV 525. Einträge: Köchel-VerzeichnisDer Mann, der Mozart nach Offenbach brachte
Litho­graphie (Stein­druck)
Druck von einer Stein­platte, erfunden von Alois Senefelder. Johann Anton André nutzt das Verfahren ab 1800 als erster Musik­ver­leger planmäßig; seit 1812 läuft die gesamte Noten­pro­duktion des Hauses darüber. Die Steine kommen aus Solnhofen in Mittel­franken. Einträge: Nutzungs­rechte an der Litho­graphie­technikErster litho­graphischer Noten­druckHerstellung und Ausstattung der Noten­druckeFund historischer Stein­druck­plattenVom Stein aufs Blatt
Musikalien­handlung
Geschäft für Noten, die Musikalien. Zur Frankfurter Musikalien­handlung C. A. André gehört auch ein Handel mit Instrumenten. Einträge: Die Frankfurter Filiale C. A. AndréKunden und Belegschaft in Frankfurt
Nachdruck
Ausgabe eines Werks, das zuvor schon bei einem anderen Verlag erschienen ist – anders als die Original­ausgabe nicht vom Komponisten autorisiert. Ein Urheber­recht gibt es damals noch nicht. Einträge: Das Verlags­pro­grammHerstellung und Ausstattung der Noten­drucke
Noten­fab­rique
So heißt die Firma bei ihrer Gründung 1774; „Fabrique“ ist die französische Schreib­weise von Fabrik. Einträge: Firmen­gründung Noten­fab­rique AndréVerlags­gründung
Noten­stich
Das ältere Verfahren: Noten und Text werden in Metall­platten gestochen, meist von ein und derselben Person. Bei André löst ihn ab 1800 nach und nach der Stein­druck ab; seit den 1850er Jahren erscheinen wieder gestochene Ausgaben. Eintrag: Herstellung und Ausstattung der Noten­drucke
Original­ausgabe
Vom Komponisten autorisierte Ausgabe; er erhält dafür ein Honorar oder ist später auch am Gewinn beteiligt. Einträge: Erste Mozart-Original­aus­gabenBrief­wechsel mit Carl CzernyDas Verlags­pro­gramm
Privileg
Ein zeitlich begrenztes obrigkeitliches Vorrecht. Im Musik­verlag gilt es nicht dem Werk, sondern der Herstellungs­weise; Axel Beer hält für vorstellbar, dass André auch deshalb auf den Stein­druck setzt. Eintrag: Herstellung und Ausstattung der Noten­drucke
Stimme und Partitur
Eine Stimme enthält die Noten für ein einzelnes Instrument, etwa für die erste Violine; die Partitur zeigt alle Stimmen eines Werks überein­ander. Eintrag: Dirigier­buch­staben
Verlags­nummer
Die Nummer, die der Verlag einer Ausgabe gibt. Sie steht auf den Noten und wächst mit der Zeit, darum hilft sie beim Datieren: 1504 erscheint 1800, 4964 im Jahr 1827, 13190 im Jahr 1883. Einträge: Erste litho­graphierte Mozart-Erst­ausgabeEine kleine Nacht­musikLudwig Andrés KompositionenLiteratur zum Verlag André

Zusammengestellt nach den Einträgen dieser Seite.