Register
Das Register verzeichnet alle Einträge dieser Seite, dazu die Familie André, weitere Personen und Begriffe. Rund 17 000 der insgesamt rund 18 000 Verlagstitel lassen sich in der Archivdatenbank des Musikhauses André (öffnet in einem neuen Fenster) durchsuchen – nach Titel, Komponist, Opus oder Verlagsnummer.
Weiter unten: Die Familie AndréWeitere PersonenBegriffe
Die Familie André
Seit 1774 führt die Familie André das Unternehmen, heute in achter Generation.
- Gilles André
- Flieht 1687 als Glaubensflüchtling aus Südfrankreich über Genf ins Rhein-Main-Gebiet und lässt sich 1709 mit seiner Familie in Offenbach nieder. Mit ihm beginnt der Stammbaum der Familie. Einträge: Familienbibel von 1588Von Aufbruch, Verlust und AnkommenDie Flucht der Familie André/HeraudStammbaum der Familie André
- Marc André (1705–1751)
- Vater des Verlagsgründers. Nach seinem frühen Tod übernimmt sein ältester Sohn Johann die Seidenfabrik. Eintrag: Acht Generationen
- Johann André (1741–1799)
- Gründet am 1. August 1774 die Notenfabrique André und leitet sie bis zu seinem Tod. Er komponiert auch selbst: „Die Weiber von Weinsberg“ wird 1800 der erste lithographische Notendruck des Hauses. Einträge: Firmengründung Notenfabrique AndréMit Gott!VerlagsgründungMozart besucht die Notenfabrique AndréErster lithographischer Notendruck
- Johann Anton André (1775–1842)
- Übernimmt 1799 mit 24 Jahren den Verlag und leitet ihn bis 1840. Noch im selben Jahr kauft er Mozarts Nachlass und erwirbt die Nutzungsrechte am Steindruck. Einträge: Der Mann, der Mozart nach Offenbach brachteIch, Johann AntonMozart und AndréNutzungsrechte an der LithographietechnikLehrbuch der Tonsetzkunst
- Carl August André (1806–1887)
- Ein Sohn Johann Antons. Eröffnet 1828 in Frankfurt die Musikalienhandlung C. A. André und leitet sie bis 1864; ab 1853 baut die Firma eigene Klaviere. Einträge: Die Frankfurter Filiale C. A. AndréKlavierproduktion „Mozart-Flügel“Carl August André: Der Clavierbau
- Johann August André (1817–1887)
- Leitet das Unternehmen von 1840 bis 1880. Eintrag: Acht Generationen
- Carl André (1853–1914) und Gustav Adolf André (1855–1910)
- Leiten das Unternehmen gemeinsam von 1880 bis 1910. Eintrag: Acht Generationen
- Aurelie André (1858–1950)
- Die Witwe Gustav Adolfs übernimmt 1910 die Leitung, ab 1914 gemeinsam mit Elisabeth André, bis 1923. Einträge: Acht GenerationenFrauen im Hause André
- Elisabeth André (1859–1924)
- Die Witwe Carls leitet das Unternehmen ab 1914 gemeinsam mit Aurelie André bis 1923. Einträge: Acht GenerationenFrauen im Hause André
- Hans André (Johann Carl August, 1889–1951)
- Übernimmt 1923 die Firma und leitet sie bis 1951. Der Verlag zieht in das Haus Frankfurter Straße 28, in dem das Musikhaus André bis heute ist. Einträge: Standorte des VerlagsAcht Generationen
- Friederike André (1901–1971)
- Die Witwe von Hans André leitet die Firma von 1951 bis 1971 gemeinsam mit seiner Schwester Elfriede. Einträge: Acht GenerationenFrauen im Hause André
- Elfriede André
- Die Schwester von Hans André ist von 1951 bis 1992 in der Leitung, zuerst mit Friederike, ab 1971 mit ihrer Nichte Ute-Margrit André. Eintrag: Frauen im Hause André
- August Hermann André
- Veröffentlicht 1963 „Zur Geschichte der Familie André“. Eintrag: Zur Geschichte der Familie André
- Ute-Margrit André (1927–2004)
- Leitet die Firma von 1971 bis 1992 mit ihrer Tante Elfriede und beginnt, das historische Verlagsarchiv für die Musikwissenschaft auszuwerten. Einträge: Beginn der wissenschaftlichen Archivarbeit225 Jahre Musikverlag Johann André
- Hans-Jörg André
- Folgt 1992 seiner Mutter nach und führt das Unternehmen bis 2025. Einträge: Die achte Generation tritt ins Unternehmen einLieblingsobjekt von Hans-Jörg André
- Moritz André
- Die achte Generation: tritt 2021 ins Unternehmen ein und leitet es seit 2025. Einträge: Im Gespräch mit Moritz AndréPerformance von Moritz AndréLieblingsobjekt von Moritz André
Weitere Personen
- Johann Georg Busch
- Musiklehrer und Organist in Offenbach, seit 1839 in Bingen. Er verfasst mehrere hundert Opernbearbeitungen, darunter Wagners „Tannhäuser“ für Flöte und Gitarre. Eintrag: Opernbearbeitungen „Abendsterne“
- Carl Czerny
- Komponist. Ab 1849 im Briefwechsel mit dem Haus André, für das er einmal exklusiv die „Praktischen Finger-Uebungen“ op. 802 schreibt. Eintrag: Briefwechsel mit Carl Czerny
- Klaus Hortschansky
- Musikwissenschaftler. Beginnt 1972 die wissenschaftliche Arbeit im Verlagsarchiv. Eintrag: Beginn der wissenschaftlichen Archivarbeit
- Ludwig Ritter von Köchel
- Veröffentlicht 1862 nach Recherchen im André-Archiv das Verzeichnis der Werke Mozarts, nach dem sie bis heute ihre KV-Nummern tragen. Eintrag: Köchel-Verzeichnis
- Franziska Lebrun
- Die erste Komponistin im Programm des Hauses André. Eintrag: Erstmals eine Komponistin im Programm
- Constanze Mozart
- Die Witwe des Komponisten verkauft 1799 seinen Nachlass für 3150 Gulden an Johann Anton André. Einträge: Erwerb von 273 Mozart-NotenhandschriftenMozart und André
- Wolfgang Amadeus Mozart
- Ab 1792 erscheinen Originalausgaben seiner Werke bei André; 1800 kommen 273 seiner eigenhändigen Handschriften nach Offenbach. Einträge: Mozart in OffenbachErste Mozart-OriginalausgabenMozart besucht die Notenfabrique André
- Emil Pirazzi
- Offenbacher Stadthistoriker. Allein durch ihn ist Mozarts Besuch in der Notenfabrique 1790 überliefert. Eintrag: Mozart besucht die Notenfabrique André
- Lili Schönemann
- 1758 in Frankfurt geboren. In der Geschichte zur Verlagsgründung erzählt sie, wie sie Goethe im Hause André trifft. Eintrag: Verlagsgründung
- Alois Senefelder
- Der Münchener Erfinder der Lithographie lebt ab 1799 gut zwei Jahre in Offenbach; Johann Anton André erwirbt die Nutzungsrechte. Einträge: Nutzungsrechte an der LithographietechnikHerstellung und Ausstattung der Notendrucke
- Martha Wertheimer
- Schriftstellerin und Redakteurin der Offenbacher Zeitung. Sie schreibt den Text zu Erich Riedes Oper „Riccio“, die 1929 bei André erscheint. Eintrag: Maria Stuart ist die Offenbacher Salome
Begriffe
Kurz erklärt, mit Verweisen auf die Einträge, in denen sie vorkommen.
- Autograph
- Die eigenhändige Niederschrift eines Werks durch den Komponisten. 1799 kauft Johann Anton André 273 Mozart-Autographen; 1873 gelangen 135 davon an die Königliche Bibliothek Berlin. Einträge: Erwerb von 273 Mozart-NotenhandschriftenAufteilung des Mozart-Nachlasses
- Bearbeitung
- Ein Werk, für eine andere Besetzung eingerichtet, etwa Wagners „Tannhäuser“ für Flöte und Gitarre. Neben Originalausgaben und Nachdrucken bringt André eine große Menge davon heraus. Einträge: Opernbearbeitungen „Abendsterne“Das Verlagsprogramm
- Briefkopierbuch
- Buch, in dem die ausgehenden Briefe als Kopie festgehalten sind. Der erste Band von 1804/05 umfasst rund 1500 Schreiben an 459 Adressaten. Eintrag: Briefkopierbücher
- Dirigierbuchstaben
- Große Buchstaben über einzelnen Stellen der Notensysteme; mit ihnen lässt sich in der Probe eine Stelle schnell benennen. Johann Anton André führt sie 1805 ein. Eintrag: Dirigierbuchstaben
- Erstausgabe
- Die erste gedruckte Ausgabe eines Werks. Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“, komponiert 1787, erscheint erst 1827 bei André zum ersten Mal im Druck. Einträge: Eine kleine NachtmusikErste lithographierte Mozart-Erstausgabe
- Journal
- Geschäftsbuch, in dem Ausgaben und Einnahmen der Reihe nach vermerkt werden. Das erste der Firma André beginnt am 1. August 1774 mit den Worten „Mit Gott!“. Einträge: Firmengründung Notenfabrique AndréJournalbuch der Firma Johann AndréMit Gott!
- Köchel-Verzeichnis (KV)
- Das Verzeichnis der Werke Mozarts, 1862 von Ludwig Ritter von Köchel nach Recherchen im André-Archiv veröffentlicht und bis heute fortgeschrieben. Nach ihm tragen Mozarts Werke ihre Nummern, „Eine kleine Nachtmusik“ etwa KV 525. Einträge: Köchel-VerzeichnisDer Mann, der Mozart nach Offenbach brachte
- Lithographie (Steindruck)
- Druck von einer Steinplatte, erfunden von Alois Senefelder. Johann Anton André nutzt das Verfahren ab 1800 als erster Musikverleger planmäßig; seit 1812 läuft die gesamte Notenproduktion des Hauses darüber. Die Steine kommen aus Solnhofen in Mittelfranken. Einträge: Nutzungsrechte an der LithographietechnikErster lithographischer NotendruckHerstellung und Ausstattung der NotendruckeFund historischer SteindruckplattenVom Stein aufs Blatt
- Musikalienhandlung
- Geschäft für Noten, die Musikalien. Zur Frankfurter Musikalienhandlung C. A. André gehört auch ein Handel mit Instrumenten. Einträge: Die Frankfurter Filiale C. A. AndréKunden und Belegschaft in Frankfurt
- Nachdruck
- Ausgabe eines Werks, das zuvor schon bei einem anderen Verlag erschienen ist – anders als die Originalausgabe nicht vom Komponisten autorisiert. Ein Urheberrecht gibt es damals noch nicht. Einträge: Das VerlagsprogrammHerstellung und Ausstattung der Notendrucke
- Notenfabrique
- So heißt die Firma bei ihrer Gründung 1774; „Fabrique“ ist die französische Schreibweise von Fabrik. Einträge: Firmengründung Notenfabrique AndréVerlagsgründung
- Notenstich
- Das ältere Verfahren: Noten und Text werden in Metallplatten gestochen, meist von ein und derselben Person. Bei André löst ihn ab 1800 nach und nach der Steindruck ab; seit den 1850er Jahren erscheinen wieder gestochene Ausgaben. Eintrag: Herstellung und Ausstattung der Notendrucke
- Originalausgabe
- Vom Komponisten autorisierte Ausgabe; er erhält dafür ein Honorar oder ist später auch am Gewinn beteiligt. Einträge: Erste Mozart-OriginalausgabenBriefwechsel mit Carl CzernyDas Verlagsprogramm
- Privileg
- Ein zeitlich begrenztes obrigkeitliches Vorrecht. Im Musikverlag gilt es nicht dem Werk, sondern der Herstellungsweise; Axel Beer hält für vorstellbar, dass André auch deshalb auf den Steindruck setzt. Eintrag: Herstellung und Ausstattung der Notendrucke
- Stimme und Partitur
- Eine Stimme enthält die Noten für ein einzelnes Instrument, etwa für die erste Violine; die Partitur zeigt alle Stimmen eines Werks übereinander. Eintrag: Dirigierbuchstaben
- Verlagsnummer
- Die Nummer, die der Verlag einer Ausgabe gibt. Sie steht auf den Noten und wächst mit der Zeit, darum hilft sie beim Datieren: 1504 erscheint 1800, 4964 im Jahr 1827, 13190 im Jahr 1883. Einträge: Erste lithographierte Mozart-ErstausgabeEine kleine NachtmusikLudwig Andrés KompositionenLiteratur zum Verlag André
Zusammengestellt nach den Einträgen dieser Seite.








































































