250 Jahre Musikverlag und Musikhaus André

Die Spätzeit des Verlags

Dr. Ralph Philipp Ziegler
Kapitelwand „Staatsoper und Straußenwirtschaft“ mit diesem Text in der Ausstellung 2024, davor ein Pianino.
Foto: Simon Malz

In der zweiten Hälfte der aktiven Verlagstätigkeit ab Mitte des 19. Jahrhunderts veröffentlicht der Verlag Johann André vielfältig reizvolle Musik mit regionalem Bezug wie den offiziellen Festmarsch zur weltweit wichtigsten inter­nationalen Luftfahrtausstellung 1909 in Frankfurt, Operetten und Couplets ebenso wie charmante Unter­haltungs-, Jubiläums- und Widmungs­stücke. Ein wichtiger Bestandteil des Verlags­pro­gramms sind wie zuvor Bearbeitungen für geläufige Kammer- und Salon­besetzungen.

Gleich­zeitig bringt der Verlag auch immer wieder Musik mit nationaler und inter­nationaler Zielrichtung heraus, wie die Sinfonien des dänisch-amerikanischen Komponisten Asger Hamerik (1843–⁠1923). In den 1920er Jahren erscheinen mehrere aktuelle Cello­kon­zerte sowie ambitionierte zeitge­nössische Opern­aus­gaben von dem renommierten Spätestromantiker Hugo Kaun (1863–⁠1932) oder dem in Offenbach aufge­wachsenen Opern-Debütanten Erich Riede (1903–⁠1986).

Zitiervorschlag Dr. Ralph Philipp Ziegler: Die Spätzeit des Verlags. In: André 250 – Der Klang der Zeitkapsel. Stadt Offenbach am Main, 2024 ff. https://www.andre250.de/texte/die-spaetzeit-des-verlags/ (Abruf: Datum).