Von Gilles bis Moritz
Seit 1774 führt die Familie André das Unternehmen. Ihre Geschichte in Offenbach beginnt früher, mit Gilles André, der sich 1709 als Glaubensflüchtling aus Südfrankreich in der Stadt niederlässt. Der Rundgang folgt der Familie von der Flucht über die Gründung der Notenfabrique bis zu Moritz André, der das Unternehmen heute leitet – und zu den Stellen, an denen ihre Geschichte festgehalten ist: in einer Bibel, einem Stammbaum und einer Veröffentlichung von 1963.
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Station 1 Familienbibel von 1588
In dieser Bibel hält Gilles André handschriftlich seine Flucht als Glaubensflüchtling fest. Sie beginnt 1687 in Südfrankreich und führt über Genf ins Rhein-Main-Gebiet; 1709 lässt er sich mit seiner Familie in Offenbach nieder. Noch 1729 trägt er hier in seiner Muttersprache die Geburt des französischen Thronfolgers ein.
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Station 2 Von Aufbruch, Verlust und Ankommen 1687
In der Geschichte von Jennifer Jessen erzählt Gilles André selbst: vom Aufbruch im Herbst 1687, von der Mutter und den zwei Brüdern, die unterwegs sterben, und vom Ankommen. Er erzählt auch, wie er 1699 in Frankfurt Judith Gerain heiratet, die als Kind ebenfalls aus Frankreich geflohen ist. „Mit mir beginnt die Geschichte der Andrés in Offenbach“, sagt er.
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Station 3 Firmengründung Notenfabrique André 1774
„Mit Gott! Offenbach, den 1ten August 1774.“ So beginnt das allererste Rechnungsbuch der Firma André. Johann André hat als ältester Sohn die Seidenfabrik seines früh verstorbenen Vaters übernommen; 1774 gründet er die Notenfabrique André. Mit diesem Tag lässt man die Geschichte des Hauses beginnen.
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Station 4 Ich, Johann Anton 2024
In der Performance zum Jubiläum, gespielt von Michael Quast, stellt sich Johann Anton André als „zweite Generation“ vor: Sein Vater Johann André „war der Gründer unseres Hauses“. 1799 übernimmt er mit 24 Jahren den Verlag. Er erzählt auch von den 15 Kindern mit seiner Frau Marie Julie aus Darmstadt.
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Station 5 Stammbaum der Familie André 1891
Der Stammbaum wird im Oktober 1891 gezeichnet und beginnt mit Gilles André. Seither ist er handschriftlich bis in die Gegenwart fortgeführt und zeigt Ursprung und Wachstum der Familie bis zur heutigen Generation. Für Astrid Jäger vom Haus der Stadtgeschichte ist er das Lieblingsobjekt.
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Station 6 Zur Geschichte der Familie André 1963
Nach den Einträgen in der Familienbibel und im Stammbaum erscheint 1963 eine eigene Darstellung: Dr. August Hermann André veröffentlicht „Zur Geschichte der Familie André“. Sie reiht sich in die Zeugnisse, in denen die Geschichte der Familie festgehalten ist.
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Station 7 Acht Generationen 1951
Die Zeitleiste im Haus der Stadtgeschichte zeigt die Familienmitglieder mit ihrer Zeit in der Unternehmensleitung – von Johann André, 1774–1799, bis zu Moritz André, seit 2025. Zweimal stehen Frauen an der Spitze. Seit 1774 führt die Familie André das Unternehmen, heute in achter Generation.
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Station 8 Die achte Generation tritt ins Unternehmen ein 2021
Das Foto zeigt Moritz André und seinen Vater Hans-Jörg André. Hans-Jörg André folgt 1992 seiner Mutter nach und führt das Unternehmen bis 2025. Moritz André tritt 2021 ein und leitet es heute.
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Station 9 Im Gespräch mit Moritz André 2024
„Ich bin ein Familienmensch“, sagt Moritz André im Gespräch mit Linda Knauer. Er erzählt von einer Kindheit, in der der Vater 200 Jahre alte Lithographie-Steine zeigt, und von dem, was die Tradition verlangt: Jede Generation muss „neu beweisen“, dass das Musikhaus André weiterhin der richtige Ansprechpartner für Musikerinnen und Musiker ist.
Weitere Einblicke geben die Videos, in denen Hans-Jörg André den Schreibtisch Johann Anton Andrés und Moritz André ein Tafelklavier aus der André-Produktion vorstellen. Wie Frauen das Haus geführt haben, zeigt der Rundgang „Frauen im Hause André“.
Zitiervorschlag Rundgang „Von Gilles bis Moritz“. In: André 250 – Der Klang der Zeitkapsel. Stadt Offenbach am Main, 2024 ff. https://www.andre250.de/rundgaenge/von-gilles-bis-moritz/ (Abruf: Datum).








