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Familienbibel von 1588

Familienbibel von 1588

In der Familien­bibel von 1588 hält Gilles André handschriftlich seine Flucht als Glaubens­flüchtling fest.

1687 führt sie ihn von Südfrank­reich über Genf ins Rhein-Main-Gebiet; 1709 lässt er sich mit seiner Familie in Offenbach nieder.

Im Herbst 1687 verlässt Gilles André mit seiner Mutter Françoise, verwitwete André, ihrem zweiten Mann Jacques Heraud, seinem Bruder Jean und zwei Halbbrüdern die Provence. Seit 1685 haben die Hugenotten, wie sich die Protestanten in Frank­reich nennen, keine Rechte mehr; wer bei der Flucht gefasst wird, dem drohen Galeere oder Klosterhaft.

Die Familie geht zu Fuß in die Schweiz und erreicht im Winter Genf. Drei von ihnen sterben unterwegs: im Januar 1688 die Mutter, kurz darauf Henri mit 14 Monaten und der zwölf­jährige Jean.

Gilles bleibt zunächst in Frankfurt und heiratet Judith Gerain, die ebenfalls aus Frank­reich geflohen ist. 1709 zieht die Familie nach Offenbach, wo Graf Johann Philipp von Isenburg-Offenbach den Glaubens­flüchtlingen Privilegien gewährt. Gilles wird Seiden­fabrikant und baut wenig später sein erstes Haus an der Herrn­straße 54. Noch 1729 trägt er in die Bibel die Geburt des französischen Thron­folgers ein, in seiner Mutter­sprache.

Rundgänge

Diese Seite gehört zu den Rundgängen In zehn Stücken durch 250 Jahre und Von Gilles bis Moritz.

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