250 Jahre Musikverlag und Musikhaus André

Vom Notenblatt zum Instrument

Rundgang mit 9 Stationen

1774 beginnt der Musikverlag André in Offenbach. Mit der 1828 eröffneten Frankfurter Filiale C. A. André kommen eine Musikinstrumentenhandlung, 1844 eine Klavier-Reparaturwerkstatt und ab 1853 der Bau eigener Instrumente hinzu. Der Rundgang folgt diesem Strang über Klavierbau, Handel und Auslieferung bis zum Musikhaus André an der Frankfurter Straße 28 in Offenbach.

  1. Station 1 Die Frankfurter Filiale C. A. André 1828

    C. A. André steht für Carl August André (1806–1887), einen Sohn Johann Anton Andrés. 1828 eröffnet er die Frankfurter Filiale des Hauses und leitet sie bis 1864; zum Geschäft gehört auch eine Musikinstrumentenhandlung – hier setzt der Rundgang vom Notenblatt zum Instrument ein. Die Reproduktion zeigt eine Häuserzeile mit Markisen, davor eine Pferdekutsche.

  2. Station 2 Klavierproduktion „Mozart-Flügel“ 1853

    1844 richtet Carl August André eine Klavier-Reparaturwerkstatt ein, ab 1853 baut die Frankfurter Firma C. A. André auch eigene Instrumente, darunter den „Mozart-Flügel“. Zum Handel mit Instrumenten kommt damit ihre Herstellung.

  3. Station 3 Carl August André: Der Clavierbau 1855

    1855 veröffentlicht Carl August André eine Abhandlung über den Clavierbau, mit vollem Titel „Der Clavierbau in seiner Geschichte, seiner technischen und musikalischen Bedeutung“. Zwei Jahre nachdem die Firma begonnen hat, eigene Instrumente zu bauen, wird das Klavier so auch zum Gegenstand einer Schrift.

  4. Station 4 Klavierlieferungen per Lastwagen 1900

    1900 liefert die Frankfurter Firma C. A. André Klaviere mit dem ersten benzinbetriebenen Lastwagen aus. Zu Bau und Handel der Instrumente gehört auch ihre Auslieferung.

  5. Station 5 Eigene Verlagsausgaben in Frankfurt 1905–09

    Auch die Frankfurter Firma C. A. André bringt eigene Verlagsausgaben heraus, darunter zwei Lieder von Frieda Schneider. Das Geschäft, aus dem der „Mozart-Flügel“ kommt, verlegt nun selbst Noten – der Weg vom Notenblatt zum Instrument führt hier auch in die Gegenrichtung.

  6. Station 6 Kunden und Belegschaft in Frankfurt 1930

    Der Blick in den Verkaufsraum der Frankfurter Musikalienhandlung C. A. André zeigt Notenschränke, Tresen und Kundschaft. Die Firma besteht seit 1828, ab 1872 im Haus „Beethoven“ am Steinweg 7, das 1944 durch Bomben zerstört wird.

  7. Station 7 Standorte des Verlags 1923

    1900 wird in Offenbach das Haus an der Frankfurter Straße 28 gebaut. 1923 übernimmt Hans André die Firma, und der Verlag zieht aus der Domstraße dorthin; das Musikhaus André ist bis heute an dieser Adresse. Das Foto von 1927 zeigt ein Geschäftshaus mit drei Erkern und den Schildern „Musik André“.

  8. Station 8 Fender Rhodes Mark 1 1973

    1973 zieht mit dem Fender Rhodes Mark 1 E-Piano das erste elektrisch verstärkte Musikinstrument in das Sortiment ein. Zwischen dem Beginn der Klavierproduktion 1853 und diesem Tasteninstrument liegen 120 Jahre.

  9. Station 9 Im Gespräch mit Moritz André 2024

    Moritz André, mit dem die achte Generation in den Geschäftsbetrieb einzieht, spricht über das Musikhaus heute: über junge Menschen, die dank des Kulturpasses ins Geschäft kommen und das Geld für eine Gitarre ausgeben, und über Leihinstrumente. Auch sie haben eine Vorgeschichte – schon vor weit mehr als hundert Jahren wurden André-Klaviere verliehen.

Ein erhaltenes Instrument aus der André-Produktion zeigt das Video zu Moritz Andrés Lieblingsobjekt, einem historischen Tafelklavier. Wie Offenbach und Frankfurt im Haus André zusammenhängen, erzählt der Rundgang „Zwischen Main und Mittelrhein“.

Zitiervorschlag Rundgang „Vom Notenblatt zum Instrument“. In: André 250 – Der Klang der Zeitkapsel. Stadt Offenbach am Main, 2024 ff. https://www.andre250.de/rundgaenge/vom-notenblatt-zum-instrument/ (Abruf: Datum).