250 Jahre Musikverlag und Musikhaus André
Briefkopierbücher (1804)

Briefkopierbücher

Brief­kopier­bücher für ausgehende Korre­spondenz.

Der erste Band, 12. Dezember 1804 bis 14. Oktober 1805, hält auf 690 Seiten rund 1500 Schreiben an 459 Adressaten fest.

Die Schreiben sind geschäftlich, oft auch sehr persönlich. Sie gehen an Einzel­kunden, an private und professionelle Musikalien­händler, unter den privaten vor allem Organisten und Musik­lehrer, an Bankhäuser, Papier­fabrikanten und Komponisten.

Der größte Teil des Handels spielt sich im deutsch­sprachigen Raum ab: im näheren Umkreis mit Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und Hanau, dazu Köln, Hamburg, Berlin, Leipzig, Wien und Breslau. Überaus wichtige Absatz­märkte sind auch Danzig, Königsberg und die Städte im Baltikum. Allein im Sommer 1805 gehen Noten im Wert von fast 1000 Gulden an den Londoner Konzert­ver­anstalter Johann Peter Salomon; dafür arbeitet ein Durch­schnitts­musiker etwa zwei Jahre.

Im Januar 1805 schreibt Johann Anton André nach Amsterdam, er höre „von allen Seiten her“, dass in den „Seestädten starker Musik­handel nach […] Indien getrieben wird“. Geschäfts­partner in New York und Baltimore nennt schon das Journalbuch im Januar 1809; spätestens 1811 hat André dorthin feste Beziehungen, wie das Kopierbuch 1812–⁠1816 zeigt.

Rundgänge

Diese Seite gehört zu den Rundgängen Wie ein Musikverlag arbeitet und Das Archiv als Forschungsort.

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