Opernbearbeitungen „Abendsterne“
Johann Georg Buschs Bearbeitungen beliebter Opern erscheinen unter dem Titel „Abendsterne“.
Busch, Musiklehrer und Organist in Offenbach und seit 1839 in Bingen, verfasste mehrere hundert Opernbearbeitungen.
Die Bearbeitung von Wagners „Tannhäuser“ für Flöte und Gitarre fiel Busch nicht leicht. Am 5. November 1855 schrieb er aus Bingen an den Verlag: „Hiemit erhalten Sie das Potpourri aus dem Tannhäußer, es war schwierig zu machen, weil diese Oper so eigenthümlich u[nd] wenig melodisch ist, besonders für diese Instrumenten; ich glaube nun, so wie ich dieses abgefaßt habe, doch gefallen wird, indem es auch leicht auszuführen ist.“ Bei der Eröffnung der Ausstellung am 5. Juli 2024 spielten Rudolf Klemisch und Sabine Dreier dieses Potpourri auf Biedermeier-Gitarre und achtklappiger Holzflöte.
Acht der „Abendsterne“ – Potpourris für Flöte oder Violine und Gitarre, unter anderem aus „Martha“, „Stradella“ und der „Zauberflöte“ – sind in der freien Notenbibliothek IMSLP (öffnet in einem neuen Fenster) als Scan einsehbar.
Bearbeitungen sind für das Haus André essenziell; manche Lieblingsstücke gibt es in rund 30 Fassungen. Busch fertigt mehr als 250 Opernbearbeitungen an. Sie erscheinen in Reihen mit klangvollen Namen wie „Apollo“ und „Orpheus“.
In der Ausstellung 2024 lag neben den „Abendsternen“ Buschs eigene Handschrift von 15 Arien aus der „Zauberflöte“ für zwei Klarinetten, dazu die Sammlung „Beliebte Stücke und Potpourris aus bekannten Opern“ (um 1860), die diese Bearbeitungen enthält.
Mehr über Busch: Johann Georg Busch in „Musik und Musiker am Mittelrhein 2“ (öffnet in einem neuen Fenster).
Fotos: Simon Malz
Rundgänge
Diese Seite gehört zu den Rundgängen Wie ein Musikverlag arbeitet und Zwischen Main und Mittelrhein.
Rundgang Wie ein Musikverlag arbeitet · Station 3 von 9
Für das Haus André essenziell sind Bearbeitungen: Beliebte Melodien erscheinen als Potpourri und in wechselnden Besetzungen. Dafür braucht es verlässliche Spezialisten wie Johann Georg Busch, Musiklehrer und Organist in Offenbach und seit 1839 in Bingen. Seine Bearbeitungen beliebter Opern erscheinen 1853–56 unter dem Titel „Abendsterne“, etwa als Potpourris für Flöte oder Violine und Gitarre.
Rundgang Zwischen Main und Mittelrhein · Station 3 von 9
Das Programm lebt auch von Bearbeitern aus der Region. Johann Georg Busch, Musiklehrer und Organist in Offenbach und seit 1839 in Bingen, richtet beliebte Opern ein; unter dem Titel „Abendsterne“ erscheinen 1853–56 seine Bearbeitungen, darunter Potpourris für Flöte oder Violine und Gitarre, unter anderem aus „Martha“, „Stradella“ und der „Zauberflöte“.
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