250 Jahre Musikverlag und Musikhaus André
Erster lithographischer Notendruck (1800)

Erster lithographischer Notendruck

Erster litho­graphischer Noten­druck der Noten­fab­rique André: Johann Andrés „Die Weiber von Weinsberg“.

Geeignete Steine gibt es nur in Solnhofen in Mittel­franken; sie kommen über 200 Kilometer Luftlinie auf dem Land- und Wasserweg, und müssen vor wie nach dem Druck gelagert werden. Auch Papier und Maschinen müssen neu sein. Statt eines Noten­stechers braucht es nun zwei Spezialisten, einen für die Noten und einen „Stein­schrift­schreiber“ für den Text; weil diese rar sind, schränkt André zeitweise sogar die Vokal­musik ein.

Höhere Auflagen bringt der Stein­druck nicht, das zeigt die Buchführung. Billiger ist er nach Axel Beer auch nicht, denn die Metall­platten des Noten­stichs lassen sich fast vollständig wieder­ver­wenden. Seit den 1850er Jahren erscheinen bei André wieder viele gestochene Ausgaben, denn das Publikum schätzt griffiges Bütten­papier, das sich für den Stein­druck nicht eignet.

Rundgang

Diese Seite gehört zum Rundgang Vom Stein aufs Blatt.

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